Im Herzen Europas – Begegnungen, die verbinden

Gleich zwei besondere Begegnungen im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft haben rund um Ostern und Pfingsten eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und herzlich gelebte Städtepartnerschaft sein kann.

Dass europäische Freundschaft vor allem vom Miteinander lebt, bewiesen die DFG Aßlar und das Comité des Jumelages aus Saint-Ambroix einmal mehr auf wunderbare Weise. Mit viel Engagement, Leidenschaft und Teamgeist schufen die beiden Partnerschaftsvereine gemeinsam mit der Stadt Aßlar den Rahmen für die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen dieser besonderen Verbindung.

Am Osterwochenende brach eine große Delegation aus Aßlar und Jüterbog voller Vorfreude nach Südfrankreich auf. Die herzliche Aufnahme durch die französischen Freunde war überwältigend: Mehr als fünfzig Gäste fanden ein Zuhause auf Zeit – ein Ergebnis, das für große Freude und Dankbarkeit sorgte. Besonders stark vertreten war die DFG Aßlar mit über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die diese Begegnung aktiv mit Leben füllten.

Schon der Auftakt am Samstag war geprägt von ausgelassener Stimmung: Bei einem Besuch der „Nougatérie des Fumades“ wurden nicht nur süße Spezialitäten probiert, sondern auch viele erste Gespräche geführt und Kontakte vertieft. Das anschließende Barbecue unter strahlend blauem Himmel brachte alle zusammen – ein Vorgeschmack auf die besondere Atmosphäre des gesamten Wochenendes.

Der Samstagabend wurde dann zum emotionalen Höhepunkt. In einem feierlichen und bewegenden Festakt wurde die tiefe Verbundenheit zwischen den Menschen sichtbar und spürbar. Mit der Verleihung von Ehrenbürgerschaften an zwei prägende Persönlichkeiten der Partnerschaft wurde Geschichte gewürdigt und zugleich ein starkes Zeichen für die Zukunft gesetzt:
Bernhard Neuhaus wurde zum Ehrenbürger von Saint-Ambroix ernannt, während Bernard König unter großem Applaus die Ehrenbürgerwürde der Stadt Aßlar erhielt. Ein Moment, der viele berührte und lange in Erinnerung bleiben wird.

Der Ostersonntag führte die Gäste in die faszinierende Landschaft der Camargue. Beim Besuch einer „Manade“ erhielten alle eindrucksvolle Einblicke in die traditionsreiche Stierzucht. Zwischen Natur, regionaler Kultur und kulinarischen Genüssen vom Holzgrill entwickelte sich eine ganz besondere, entspannte Atmosphäre. Es wurde gelacht, erzählt und gemeinsam erlebt – genau das, was Städtepartnerschaften so wertvoll macht. Mutige wagten sich sogar selbst an das Anbringen von Brandzeichen und wurden Teil dieser lebendigen Tradition.

Ein gemeinsamer Aperitif und ein stimmungsvolles Grillfest rundeten dieses außergewöhnliche Wochenende ab. Mit kleinen Geschenken bedankte sich der Vorstand der DFG Aßlar bei den Gastgebern – doch vor allem waren es die vielen ehrlichen Begegnungen und das herzliche Miteinander, die diesen Tagen ihren besonderen Wert verliehen. Ein großer Dank gilt allen, die mit ihrem Einsatz im Hintergrund dazu beigetragen haben, solche Momente möglich zu machen.

Noch erfüllt von diesen Eindrücken ließen es sich an Pfingsten 15 engagierte Mitglieder des französischen Partnerschaftsvereins nicht nehmen, die Reise nach Aßlar anzutreten. Gemeinsam mit Gästen aus Jüterbog und Fossato di Vico feierten sie das Jubiläum „800 Jahre Berghausen“ – erneut geprägt von Offenheit, Freundschaft und echter Verbundenheit.

Auch hier zeigte sich die Gastfreundschaft von ihrer schönsten Seite: Ein Picknick im idyllischen Garten von Schloss Werdorf, eine Führung durch das beeindruckende Schloss Braunfels und viele gemeinsame Stunden sorgten für unvergessliche Erlebnisse. Das sommerliche Wetter tat sein Übriges und schenkte allen Beteiligten eine rundum gelungene Zeit voller Freude und Leichtigkeit.

Als die Gäste am Dienstag die Heimreise antraten, mischte sich in die Dankbarkeit auch ein wenig Wehmut. Im Gepäck: unzählige schöne Erinnerungen, herzliche Gespräche, neue und vertiefte Freundschaften – und vor allem die Vorfreude auf ein baldiges Wiedersehen.

Solche Begegnungen zeigen eindrucksvoll, was Städtepartnerschaft bedeutet: gelebte Freundschaft, gegenseitiges Verständnis und ein starkes Band über Grenzen hinweg. Dank des Engagements der Partnerschaftsvereine und der vielen Gastgeberinnen und Gastgeber bleibt diese Verbindung lebendig – heute und in Zukunft.

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